Die Erwähnung dieses Schreibens ist zum Verständnis des weiteren Inhalts dieses Beitrags erforderlich; da dieses Schreiben hinsichtlich Existenz wie ebenso Inhalt unter keinen Umständen geeignet erscheint, für Frau Diehm problematisch zu werden, ist sie aus meiner Sicht auch zu rechtfertigen.
Gestern Abend hat mich eine Antwort auf diese Mail von einem Mitglied erreicht, die offensichtlich über die "Allen antworten"-Funktion des genutzten eMail-Clients versandt worden ist. Ob dies beabsichtigt geschehen ist und insbesondere, ob es der Wunsch des Absenders war, dass ich diese Mail erhalte, kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Ich habe jedoch Anlass, hierauf auf diesem Weg zu antworten. Damit dies mit der Chance des Verständnisses für den Leser geschehen kann, erlaube ich mir, die Mail in Auszügen hier zu zitieren, freilich ohne die Identität des Absenders preiszugeben, die zu kennen hier ohne Belang ist.
Dies umso mehr, als dieser nicht angegriffen, sondern nur gleichsam seine Gedanken, die so oder ähnlich mich vielfach erreichen, hier stellvertretend für alle möglichen Frager beantwortet werden sollen.
Diese besteht darin, dass es eigentlich ganz einfach ist, zu erreichen, dass ich in Ihrem Sinne aufhöre zu schreiben - wenn eine blosse Mahnung hierzu auch nicht ausreicht.
Notwendig, aber auch hinreichend, hierfür ist - dass der Anlass fehlt.
Wenn Sie sich in meinen Blogbeiträgen umsehen, werden Sie sehen, dass ich keineswegs ausschließlich, wohl aber zuletzt weit überwiegend über Ereignisse in und um die Bruchsaler CDU geschrieben habe - zugegeben auch in pointierter Form. Darüber, ob hierbei, wie Sie meinen, die Grenzen des Rechts zur freien Meinungsäußerung verletzt sind, müssen wir uns an dieser Stelle nicht einig sein.
Was jedoch auf der Hand liegt und - so verstehe ich Ihre Worte - auch von Ihnen in Rechnung gestellt wird ist, dass dies nicht geschähe, wenn mir die Bruchsaler CDU gleichgültig wäre. Wie wäre die mit dem Verfassen der Beiträge verbundene Zeit und Gedankenarbeit anders erklärbar?
Es fällt mir jedoch schwer zu verstehen weshalb Sie unterstellen, meine Äußerungen geschähen "um der Partei ... zu schaden" - bin ich doch selbst Mitglied, ebenso wie Sie. Mit welcher Logik wäre also mein Schadensvorsatz zu erklären, der - jedenfalls mittelbar - doch immer auf mich selbst zurückfiele?
Tatsächlich stecke ich in einem Dilemma: Ich bin ein politischer Mensch und fühle mich mit meinem Weltbild und meinen Orientierungen in der CDU in weit höherem Maße aufgehoben als in jeder anderen mir bekannten Partei. Daneben weigere ich mich vorerst weiter, meinen Glauben an in dieser Partei steckendes Potential in politischer, ideeller und personeller Hinsicht aufzugeben. In aller Bescheidenheit denke ich, dass auch ich hierbei von Bedeutung sein könnte, und meine eine Andeutung hiervon auch bei Ihnen lesen zu können.
Gleichzeitig reflektiert mir die Öffentlichkeit ein Bild von dieser CDU, in der ich Mitglied bin, das ich nicht auf mich projeziert haben möchte, wenn immer wieder von Filz, Mauschelei, undemokratischem und rechtlich zweifelhaftem Verfahren etc. die Rede ist. Mit der Darlegung, dass Letzteres gerade im Zusammenhang mit dem zurückliegenden OB-Wahlkampf nachweisbar ist, blieb ich am Mittwoch Abend unwidersprochen. Auch dass ich bereits zum damaligen Zeitpunkt hierauf ausdrücklich hingewiesen habe, ist nicht neu.
Ich würde mich über eine Antwort, mit der ich nicht unbedingt rechne, auf zwei Fragen dennoch freuen:
Wer schadet der CDU: Derjenige, der die Fehler macht, welche in der Öffentlichkeit zu einem höchst zweifelhaften Bild der Partei führen - oder derjenige, der sie benennt?
Und wie kann effektiver und nachhaltiger für ein positives Bild der Partei in der Öffentlichkeit gesorgt werden: Durch "Maulkorberlasse" oder dadurch, dass mit absoluter Transparenz und Offenheit dargetan wird, dass es nichts zu verheimlichen gibt?
Nun komme ich zu meinem wesentlichen Grund dafür, dass ich Ihnen öffentlich antworte:
Nehmen Sie die mitlesende Weböffentlichkeit zu Zeugen für mein Versprechen, dass ich sofort aufhöre zu schreiben, wenn die CDU mit der Kraft ihrer Mitglieder in der Lage ist, zu verhindern, dass von einzelnen handelnden Personen Fehler dieser für eine demokratische und wertorientierte Partei undenkbaren Art gemacht werden.
Und seien Sie Zeuge meines korrespondierenden Versprechens, dass ich solange oder erneut über Verfahren, Praktiken und Personen jedenfalls dann schreiben werde, wenn es - wie zuletzt - nicht innerparteilich gelingt, ein absolut untadeliges und nur damit der CDU, der ich angehören möchte, angemessenes Bild bei den Wählern zu gewährleisten.
Es soll nie mehr, wie zuletzt, möglich sein, sich erst so zu verhalten, dass man sich hernach gezwungermaßen umständlich erklären muss.
Könnte das nicht auch eine CDU sein, die Sie sich vorstellen können?

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