Dennoch muss meine Position zu dem hier nachzulesenden Leserbrief meines Vaters wohl auftauchen. "Muss" sage ich deswegen, weil es mir nicht leichtfällt. Aber das kennen die Leser dieses Blogs ja schon.
Also:
Hallo Klaus,
auch wenn ich mich darüber freue, dass Du am Ende Deines Leserbriefs mein Motto aus dem neuen Kanzleilogo – vgl. nebenstehend – aufnimmst, halte ich den Duktus des Leserbriefs – abgesehen von der vollständig fehlenden Notwendigkeit, sich pressewirksam vor den ollen Doll in seiner Selbstzufriedenheit zu stellen – für vollkommen unangemessen.Es ist weder aus dem Ton der geäußerten Kritik geboten noch auch sonst im Hinblick auf die politische Auseinandersetzung berechtigt, mit dem ollen Zitat vom Fischer Joschka – so reizvoll das Bonmot auch sein mag – anzudeuten, dass entweder generalisierend „Die Grünen“ überhaupt oder aber Hartmut Schönherr persönlich verdächtig wäre, den inkriminierten Stil zu pflegen.
Mit dem Herauskramen dieses Zitats und der damit verbundenen Unterstellung strafst Du darüber hinaus sowohl die Überschrift als auch den wohlgemeinten Appell am Ende des Leserbriefs – der sich so ersichtlich nur an „die anderen“ richtet – Lügen.
Interessant zu wissen mag daneben sein, dass Hartmut Schönherr zwar der Fraktionsgemeinschaft „Grüne/Neue Köpfe“, nicht aber den Grünen, sondern dort den NK angehört: Du hast also auch inhaltlich eine falsche Verbindung gezogen.
Wir sind uns natürlich gegenseitig keine Rechenschaft schuldig; dennoch bedaure ich – nicht nur, aber auch um meinetwillen – was Du mit diesem Leserbrief anrichtest. Auch und gerade um Bernd Dolls willen sollte dies nicht notwendig sein.
Gruß
Olaf

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